​Wenn Schauspieler zu Erzählern werden

Kritik, Schutz und ein Blick ins Private
​Auch mit Kritik geht der Künstler reflektiert um: Wenn eine Rezension unberechtigt erscheint, prallt sie ab, während fundierte Einwände zur Selbstreflexion anregen. Da das Buch direkt aus dem familiären Kosmos entstanden ist, trägt es eine sehr persönliche Note, die den Lesern tiefe Einblicke in sein Privatleben gewährt.

„Wenn heute Nacht wieder alle Sterne am Firmament leuchten…“ — so schließt sich der Kreis der Geschichte, die auf der Buchmesse für so manchen glücklichen Seufzer gesorgt hat.
​Die Begegnung zeigt einen Künstler, der seine kindliche Neugier bewahrt hat und diese über das Medium Buch und Musik an die nächste Generation weitergibt.

Der Sternenmann auf der Buchmesse
​Wenn Schauspieler zu Erzählern werden: Magazin Die Dietrich traf Max von Thun in Frankfurt.

​Buchmesse Frankfurt 2018 — Reportage & Literatur​

Magazin Die Dietrich traf Schauspieler Max von Thun diesmal nicht in Sachen Kino, sondern sein Kinderbuch war der Anlass. Auf der Frankfurter Buchmesse 2018 verwandelte sich das Messegelände für Momente in ein leuchtendes Kinderzimmer, in dem Träume, Gitarrenklänge und die Poesie des Vorlesens verschmolzen.

​„Wie jeden Abend nach Sonnenuntergang macht sich der Sternenmann auch heute wieder an die Arbeit. Vorsichtig nimmt er einen Stern nach dem anderen in seine Hände, haucht ihn an und flüstert: ‚Leuchte, mein Freund, gib uns Glanz und Schein…‘“

Im gedimmten Licht der Signierbox sitzt Max von Thun auf der Bühne. Um ihn herum lauschen Kinder und Erwachsene gebannt seiner Stimme. Die Illustrationen des „Sternenmanns“ leuchten im Hintergrund, während Gitarrenklänge den Raum erfüllen. Es ist ein vertrauter Anblick, der doch jedes Mal aufs Neue verzaubert.

Max von Thun, bekannt als Schauspieler, Musiker und Autor, bringt sein Buch „Der Sternenmann“ (erschienen im arsEdition Verlag) direkt zu den Herzen seines Publikums. Mit sanfter Gitarrenbegleitung und einer warmen Präsenz zieht er die Zuhörer in seinen Bann. Doch wie entsteht eine solche Geschichte, die gleichermaßen Erwachsene berührt und Kinderaugen zum Leuchten bringt?

Vom Schauspieler zum Vorleser

​Im exklusiven Gespräch mit Magazin Die Dietrich gibt der Autor tiefe Einblicke in sein Schaffen abseits der Filmsets. Der Anstoß zu „Der Sternenmann“ war denkbar nah am echten Leben: Als Vater eines fünfjährigen Sohnes ist Max von Thun von Kindern umgeben – und er mag sie einfach sehr gerne.

​„Da ist im Beruf das Wort ‚Spielen‘ drinnen, und da bist du ja eigentlich ein Kind geblieben. Im Beruf musst du eine Fantasie haben und offen sein. Deshalb fühle ich mich Kindern manchmal näher als Erwachsenen, weil sie mir von der Denke her irgendwie sympathischer sind.“— Max von Thun

Ursprünglich entstand die Geschichte ganz pragmatisch beim gemeinsamen Einschlaf-Komponieren für den eigenen Sohn. Weil der Schauspieler durch seinen Beruf viel unterwegs ist und oft in Hotels übernachtet, wuchsen die Zeilen aus dem Bedürfnis heraus, Verbundenheit zu schaffen. Eines Tages war das Lied da – und aus dem Lied wurde schließlich ein Buch.

Die Magie der Worte und Bilder​

Auf die Frage, welche Botschaft ihm beim Schreiben wichtig war, antwortet der Autor überraschend unprätentiös: Es ging ihm schlicht um den Spaß an der Sache. Er hatte nie den Anspruch, dass das Werk in den Regalen von Buchhandlungen als moralischer Zeigefinger steht. Es ging um Wortwitz, um eine gewisse Verspieltheit in der Sprache und um wunderschöne Illustrationen.

​Draußen am Stand bilden sich unterdessen lange Schlangen von wartenden Müttern, Vätern und Kindern. Max von Thun nimmt sich für jeden Einzelnen Zeit, wechselt persönliche Worte und zeichnet kleine Widmungen ein. Wenn Eltern verdammt dumme Kinderbücher oft ertragen müssen, weil sich die Kleinen in eine bestimmte Geschichte verlieben, weiß er genau, wovon er spricht. Umso wichtiger ist es ihm, dass Bücher eine ästhetische und sprachliche Qualität besitzen, die auch beim zehnten Vorlesen Freude bereitet.

Kritik, Schutz und ein Blick ins Private​

Auch mit Kritik geht der Künstler reflektiert um: Wenn eine Rezension unberechtigt erscheint, prallt sie ab, während fundierte Einwände zur Selbstreflexion anregen.

Da das Buch direkt aus dem familiären Kosmos entstanden ist, trägt es eine sehr persönliche Note, die den Lesern tiefe Einblicke in sein Privatleben gewährt.​„Wenn heute Nacht wieder alle Sterne am Firmament leuchten…“ — so schließt sich der Kreis der Geschichte, die auf der Buchmesse für so manchen glücklichen Seufzer gesorgt hat.​

Die Begegnung zeigt einen Künstler, der seine kindliche Neugier bewahrt hat und diese über das Medium Buch und Musik an die nächste Generation weitergibt.

Hier die Videos und Fotos vom Interview und zum Treffen ..

PPS. Danke Max….

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